Aktuelle Entwicklung der Bruttokosten der Leistungen pro Person nach Wohnkanton und Kostengruppe (Abrechnungsjahr). 4 Aktualisierungen pro Jahr. Zeitreihen nach Kostengruppe, Altersklasse und Kanton ab 1997 (Abrechnungsjahr und Behandlungsjahr).
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Aktueller Datenstand: 2. Quartal 2026
Hinweis : Die Datengrundlage für das Monitoring hat einen gesamtschweizerischen Abdeckungsgrad von etwa 100% aller Versicherten. Damit stehen genügend Angaben zur Verfügung, um die Kostenentwicklung in der obligatorischen Krankenversicherung abzubilden.
Die Kosten der obligatorischen Krankenpflegeversicherung sind im zweiten Quartal 2026 im Jahresrythmus um 0,4% gestiegen. In den letzten zwölf Monaten verursachte eine Person durchschnittlich Kosten in der Höhe von 4’834 Franken. Das sind 21 Franken mehr als im Vorjahr. Die Einführung des neuen Gesamttarifsystems für ambulante ärztliche Leistungen hat Abrechnungsverzögerungen im ambulanten Spitalbereich zur Folge. Dies führt zu einem Kostenrückgang in diesem Bereich. Wann die Verzögerungen aufgeholt werden und wie hoch die Kostenentwicklung dadurch ausfallen wird, ist derzeit nicht abschätzbar.
Die Analyse nach Kostengruppen zeigt, dass die Leistungen für Krankenpflege und die Organisationen der Haushalthilfe (Spitex) prozentual den stärksten Anstieg verzeichnen (+ 14,9% oder + 24,10 Franken), gefolgt von der Psychotherapie durch Psychologinnen und Psychologen (+ 10,9% oder + 8,90 Franken) und der Physiotherapie (+ 7,2% oder + 12,60 Franken).
Im Gegensatz dazu hat die Einführung des neuen Tarifsystems für ambulante medizinische Leistungen zu einer vorübergehenden Verzögerung bei der Abrechnung der Leistungen durch die Spitäler und Ärztinnen und Ärzten geführt. Dieser Effekt ist auch im zweiten Quartal 2026 deutlich spürbar, vor allem bei den ambulanten Spitalbehandlungen. Diese Gruppe verzeichnet einen vorübergehenden Kostenrückgang (- 15,7% oder - 150 Franken). Ein Kostenrückgang resultiert auch in der Gruppe «Übrige Leistungen» (- 2,1% oder - 4 Franken), da die Psychotherapieleistungen in eine eigene Gruppe ausgegliedert wurden.
Die Hauptanteile der jährlichen Gesundheitsausgaben von 4’834 Franken stammen aus ambulanten Behandlungen durch Ärztinnen und Ärzte (1’101 Franken; +°72,65 Franken), der Abgabe von Arzneimitteln durch Apotheken oder Ärztinnen und Ärzte (913 Franken; + 27,85 Franken), stationären Spitalbehandlungen (899 Franken; +°13,80 Franken) sowie ambulanten Spitalbehandlungen (807 Franken; - 150 Franken). Diese Kostengruppe ist am stärksten von den Abrechnungsverzögerungen betroffen. Dies verzerrt die tatsächliche Kostenentwicklung, die deutlich höher ausfallen dürfte.
x-Achse: Quartale
y-Achse: Franken (Säulen) und Veränderung in % (Linie)
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Quelle: Datenpool, santéservices AG.
Letzte Änderung 27.07.2026